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Igor Bulatovsky
Igor Bulatovsky
Igor Bulatovsky
Igor Bulatovsky, geb. 1971 in Sankt Petersburg, studierte Geschichte (Sankt Petersburger Universität). Lyrikbücher: "Das weiße Licht" (1995), "Liebe fürs Alter" (1996), "Halbinsel" (2003).
Publiziert Gedichte und Literaturkritiken in Literaturzeitschriften.
Ist auch als Herausgeber (hat ein erstes repräsentatives Buch von Vasily Komarovsky herausgegeben, eines Lyrikers, der seit Anfang des 20. Jahrhunderts als Petersburger Geheimtipp gilt, keinen geringen Einfluss auf Literatur hat, z.B. für Ana Achmatowa sehr bedeutend war) und Übersetzer (französische Literatur) tätig.

Gedichte von Igor Bulatovsky zeigen einen "unbeirrt verwirrten" Zustand eines Intelektuellen in der Übergangszeit. Noch nicht in Gechichtsbüchern und literarischen Werken abgebildet, war die Zeit nach der Perestroika ein Abgrund. Alles musste neu formuliert und verstanden sein. Fern von publizistischem Pathos, reagiert Bulatovsky auf diese Zeit mit seinem erstaunten "Murmeln", in dem zwischen leisen und zarten Tönen eine ziemlich harte Realität durchschimmert.


Übersetzt aus dem Russischen von Elke Erb, Gregor Laschen und Olga Martynova
Wo gehörst du hin? Heut
Gibts doch keinen Ton auf dieser Welle,
Kein Stich ins Herz, kein Stoßen.
Gut, gut, so ists wohl einfacher!

Laß doch, wird dir gesagt.
Die Tönemacher flogen alle heim
Und flochten Fetzen ihres Singsangs
In die Wörternester ein.

Übertragen aus dem Russischen von Gregor Laschen und Olga Martynova

Nur vor dem Liedchen schäm ich mich nicht,
Es allein tut mir leid.
Hinter ihm allein
Ist die Ferne nicht weit.

Dort ist rein nichts.
Wie es auch sein muß,
Und es lohnte sich nicht
Zu ziehn diesen Strich.

Übertragen aus dem Russischen von Elke Erb und Olga Martynova